Berlin - Das Humboldt-Forum kommt nicht aus den Schlagzeilen. Zu all den postkolonialen Debatten über die dort ausgestellten Objekte und dem Streit um die Inschrift und das Kreuz kommt nun auch noch der Umgang mit einem Großspender. Der Kasseler Architekt Philipp Oswalt – bekannt als einstiger Direktor der Stiftung Bauhaus in Dessau und kenntnisreicher Gegner des Weiterbaus der Garnisonkirche in Potsdam – hat im Tagesspiegel darauf hingewiesen, dass mindestens einer der Hauptspender für den Nachbau der Schlossfassaden rechtsradikalen Kreisen angehört haben soll. Vom Zentralrat der Juden werde der Jurist und einstige Chef der Berliner Weberbank, Ehrhardt Bödecker (1925–2016), sogar als „Holocaustleugner“ bezeichnet. Trotzdem ehrt das Humboldt-Forum ihn und seine Frau Anneliese in einem der Durchgänge zum Schlüterhof– mit Porträtrelief und Inschrift.

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