Gerade hat der muslimische Fastenmonat Ramadan begonnen. Und in Berlin sind tagsüber gut 30 Grad. Für viele Berliner Schulen eine echte Herausforderung, besonders wenn schon jüngere Schüler vom Morgen bis zum Sonnenuntergang nichts essen und trinken.

„Wenn das Fasten im Ramadan dazu führt, dass es Kindern in der Schule nicht gut geht, sie nicht am Sportunterricht teilnehmen und in Prüfungen schlecht abschneiden, ist das ein Problem“, sagt die Neuköllner Bezirksbürgermeisterin Franziska Giffey (SPD). Gemeinsam mit der Schulaufsicht hat sich Giffey deshalb an gut 20 Moscheevereine gewandt.

Bestimmte Verhaltensregeln sollten für die Schulen im Ramadan festgelegt werden. Herausgekommen ist eine 12-Punkte-Empfehlung, um die allerdings hart mit den Moscheevereinen gerungen wurde. Dabei wurden auch Islamgelehrte um Rat gebeten. Am Ende unterschrieben sogar nur zwei Imame das Schriftstück. „Ein Minimalkonsens“, sagt Giffey. „Ich hätte mir noch mehr Unterstützer auch in den Moscheen gewünscht.“