Die politische Auseinandersetzung um die Einführung eines flächendeckenden Mindestlohns von 8,50 Euro geht in die entscheidende Phase. Schon am Dienstag will Arbeitsministerin Andrea Nahles ihren Referentenentwurf den Ressorts zur Abstimmung zuleiten. Darin nimmt die SPD-Politikerin nur Jugendliche unter 18 Jahren und Studentenpraktikanten von der gesetzlichen Lohnuntergrenze aus.

Das Paragrafenwerk provoziert massive Proteste. „So wie Frau Nahles sich das denkt, wird es nicht gehen“, sagte Reinhard Göhner, der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), der Berliner Zeitung: „Die Pläne der Arbeitsministerin sind ein Beitrag zur Erhöhung der Jugend- und Langzeitarbeitslosigkeit.“ Er kündigte Widerstand der Wirtschaft an. Den Gewerkschaften hingegen geht selbst diese rigide Regelung zu weit. „Ausnahmen sind nicht begründbar und rechtlich nicht zulässig“, erklärte der designierte DGB-Chef Reiner Hoffmann apodiktisch.

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