Magdeburg. Reuter Für Aufsehen sorgte Klaus Schucht (SPD), Wirtschaftsminister von Sachsen-Anhalt, mit einer Bemerkung über den Chemiestandort Buna.Buna sei "nur ein Furz in der Weltgeschichte der Chemie" hatte Schucht am Donnerstag vor rund 200 Buna-Mitarbeitern erklärt. Die CDU-Opposition forderte Schucht am Freitag zu einer Entschuldigung auf. CDU-Fraktionschef Christoph Bergner forderte Ministerpräsident Reinhard Höppner (SPD) auf zu erklären, ob die Äußerung des Ministers die Meinung der Landesregierung widerspiegele. Am Freitag entschuldigte sich Schucht vor dem Magdeburger Landtag für seine "Furz"-Äußerung. "Ich wollte keinen beleidigen, schon gar nicht die Belegschaft", sagte der frühere Treuhand-Manager.Schuchts umstrittener Satz fiel, als er den Buna-Mitarbeitern, die gegen die Form der geplanten Privatisierung des mitteldeutschen Poliolefinverbundes an den US-Chemie-Konzern Dow Chemical demonstriert hatten, erläuterte, daß eine eigenständige Sanierungslösung ohne Chance sei. Es gehe nicht nur um die Größenverhältnisse in der Chemie, sondern auch um die Würdigung eines Standortes mit langer Tradition sowie um den Umgang mit den Menschen, sagte Bergner. +++