Haben Sie Hinweise oder Dokumente?

1. Analoger Briefkasten

Journalistinnen und Journalisten sind auf Tippgeber oder Whistleblower angewiesen. Eine der wichtigsten Grundlagen dafür sind Dokumente, die Sachverhalte nachvollziehbar machen. Wenn Sie auf Korruption, Amtsmissbrauch oder andere Missstände hinweisen wollen, sind Sie hier richtig. Dies ist kein Kanal, um Menschen zu denunzieren oder um persönliche Streitigkeiten zu verhandeln. Wir prüfen gewissenhaft alle Informationen, geben aber keine Garantien für Veröffentlichungen ab. Sie erreichen das Investigativteam der Berliner Zeitung auf verschiedenen Wegen:

Berliner Newsroom GmbH
Team Investigativ
Alte Jakobstraße 105
10969 Berlin

2. Email

Wenn es Ihre Sicherheitsbedenken zulassen, können Sie uns per Email erreichen:

berlin.investigativ@berlinerverlag.com

Bedenken Sie aber, dass Ihr Server oder Provider Informationen speichert. Nutzen Sie besser nicht Ihre bestehenden E-Mail-Konten. Verwenden Sie Email-Adressen, die zufällig generiert werden. Es gibt dafür viele Anbieter. Etwa hier: https://www.trash-mail.com/ oder hier: https://www.nervmich.net/.

3. Sicherer digitaler Briefkasten (SecureDrop)

Die derzeit sicherste Methode, Daten digital und anonym zu übermitteln bietet SecureDrop. Die Software nutzt den höchsten Standard für digitale Sicherheitsarchitekturen. Medienhäuser wie The Guardian, die New York Times, Washington Post oder Plattformen wie The Intercept verwenden diese Technologie. Wenn Sie über SecureDrop Daten oder Informationen übermitteln, bleibt Ihre Identität geschützt und Reporter haben zugleich die Möglichkeit, mit Ihnen anonym in Kontakt zu treten. Wenn Sie Dokumente verschicken, werden diese von Metadaten befreit, die Rückschlüsse auf den Ort, die Zeit oder andere Details ermöglichen.

  • Um das Postfach aufzurufen, laden Sie sich den TOR-Browser herunter. So wird Ihre IP-Adresse, also Ihre individuelle Adresse im Internet, verschleiert. Das Postfach ist nur über TOR erreichbar.
  • Öffnen Sie den TOR-Browser und klicken Sie auf [diesen Link].
  • Auf diese Weise erreichen Sie den Secure-Drop-Server der Berliner Zeitung, also das sichere Postfach. Folgen Sie dort den weiteren Anweisungen.

Sicherheits-Tipps

Um Ihre Identität und Sicherheit zu schützen, gibt es viele Methoden. Wir weisen darauf hin, dass es keine völlige Sicherheit geben kann. Um ein Höchstmaß zu erreichen, können folgende Tipps helfen:

  • Sprechen Sie mit niemanden darüber, dass Sie als Hinweisgeber oder Hinweisgeberin sensible Informationen teilen wollen.
  • Verschicken Sie die Informationen oder Daten nicht von Ihrem Rechner bei der Arbeit. Verschicken Sie die Daten oder Informationen von einem anderen Ort.
  • Nutzen Sie für den Transport der Daten verschlüsselte USB-Sticks. Eine Möglichkeit, Datenträger zu verschlüsseln bietet VeraCrypt.
  • Vermeiden Sie beim Verschicken Gewohnheiten, die Rückschlüsse auf Sie ermöglichen. Senden Sie die Daten also auch nicht aus Ihrem Lieblingscafé. Gehen Sie in ein Internetcafé, eine Bibliothek, einen Bahnhof oder suchen Sie einen anderen Ort mit Internetzugang aus, den Sie sonst nicht aufsuchen. Achten Sie auf Videoüberwachung und suchen Sie ggf. nach einem anderen Ort.
  • Noch sicherer ist es, einen USB-Stick mit dem Betriebssystem Tails zu verwenden, das von diesem Datenträger aus geladen wird und keine digitalen Spuren hinterlässt.  (https://tails.boum.org/index.de.html)