Pianisten gibt es gar viele, und was ein wackerer Pianist sein will, der rast sich schon einmal quer durch Liszt, durch die Transzendental-Etüden, die Ungarischen Rhapsodien oder diese oder jene Opernparaphrase. Deswegen hat Liszt ja auch so einen schlechten Ruf. Dass er eigentlich ein rhetorischer Musiker war, ein Poet des Vortrags und der klangmalerischen Beschwörung, das lernt man nur, wenn der Pianist selbst auch einer ist. Das kommt selten vor.Umso mehr ist es zu begrüßen, dass der aus Zagreb gebürtige Pianist Zeljko Vlahovic soeben eine Liszt-CD veröffentlicht hat, auf der er sich mit Ernst und Nachdenklichkeit (und natürlich trotzdem großer Virtuosität) dieser Musik annähert. Am Sonnabend spielt er aber nicht nur Liszt und Chopin, sondern auch Albéniz und ein Stück aus dem Zyklus Blumenleben von Dora Comitissa de Pejacesvich (1885-1923).Feuerwerk am Klavier am Sa (15. 3.), 20 Uhr, Konzerthaus am Gendarmenmarkt, Karten 20 30 92 101.Die CD "Zeljko Vlahovic. Piano. Franz Liszt" ist soeben erschienen.------------------------------Foto: Der Auftakt zur Deutschlandtournee ist in Berlin.