Leipzig - Der mit öffentlichen Mitteln subventionierte Mitteldeutsche Verkehrsverbund (MDV) tüftelt an einem langfristigen Finanzierungskonzept. Bis zum Jahr 2025 würden zusätzlich 130 Millionen Euro für den laufenden Betrieb und 50 Millionen Euro für Investitionen gebraucht, teilte der MDV am Freitag mit. Es gebe verschiedene Lösungsvarianten, die bis Jahresende den Kreisausschüssen und Stadträten vorgestellt würden.

Der MDV ist ein Zusammenschluss von Verkehrsunternehmen des Öffentlichen Personennahverkehrs in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Lösungsbeispiele sind den Angaben zufolge eine Erhöhung der Grundsteuer, ein Aufschlag auf bewirtschaftete Parkflächen oder ein Bürgerticket. Dabei soll jeder Bürger 20 Euro im Monat bezahlen und dafür kostenlos mit Bus und Bahn im öffentlichen Nahverkehr fahren dürfen. Die FDP im Leipziger Stadtrat lehnte am Freitag ein Bürgerticket als Zwangsabgabe umgehend ab. (dpa)