Am Anfang schliefen die Gäste noch auf einem Matratzenlager, das kostete sie 15 Mark pro Übernachtung. Von Komfort konnte damals, im Jahr 1994, also keine Rede sein. Dafür hatte Gründer Ante Zelck eine Vision: Der aus der Hausbesetzer-Szene stammende Backpacker-Pionier wollte den Reisenden aus aller Welt nicht nur einen günstigen Schlafplatz bieten, sondern auch einen Ort der Geselligkeit. Hier schlossen die Besucher Bekanntschaften, mit denen sie nach einem Sightseeing-Tag um die Häuser zogen. Die Idee war erfolgreich, neue Räume mussten her: Auf das erste Haus am Potsdamer Platz folgten neue und durchgestylte Filialen in Mitte und Kreuzberg. Zelck eröffnete sie gemeinsam mit einem Kompagnon und nannte sie "baxpax". Inzwischen drängt Konkurrenz auf den Markt. Mehr als 100 Hostels bieten in der Hauptstadt ihre Betten an. Doppelzimmer, Einzelzimmer oder Schlafsaal -so wie Backpacker heute eher einen Rollkoffer hinter sich herziehen, als einen Rucksack auf dem Buckel zu tragen, halten auch die baxpax-Hostels für jeden Anspruch das passende Bett bereit. Der Unterschied zum Hotel ist nicht groß. Doch eines ist Wirt wie Gästen wichtig: die Atmosphäre. Damals wie heute zieht wohliger Kaffeeduft durch die orange gestrichenen Räume, und aus den Lautsprechern klingt leise Lounge-Musik. (kni.)baxpax Hostels Hotels, Ziegelstraße 29, Berlin-Mitte. Preise 11 bis 36 Euro. www.baxpax.de------------------------------Foto: Treffpunkt auf dem Dach: Auch Berliner zieht es in die Sommerlounge des baxpax in Mitte.