Der Berliner Möbelunternehmer Kurt Krieger (Möbel-Höffner) hat das seit Jahrzehnten brachliegende Gelände des früheren Rangier- und Güterbahnhofes in Pankow gekauft. Auf dem 240 000 Quadratmeter großen Gelände zwischen den S-Bahnhöfen Pankow und Heinersdorf, etwa 34 Fußballfelder groß, will das Unternehmen ein Möbelhaus errichten. Der Autoverkehr soll über die angrenzende Autobahn an der Prenzlauer Promenade geführt werden. Gleichzeitig will Kurt Krieger auf dem Gelände einen großen Park anlegen. "So etwas braucht Pankow", sagte Krieger der Berliner Zeitung. Zudem gibt es Pläne, eine Querstraße über das langgezogene Grundstück zu führen. Im Februar will Kurt Krieger seine Baupläne im Bezirk und im Senat vorstellen.Der bisherige Eigentümer des Geländes war die Firma Aurelis, ein Tochterunternehmen der Deutschen Bahn. Sie hatte das Grundstück 2003 von der Bahn gekauft. An der Berliner Straße sollte ein Einkaufszentrum mit 20 000 Quadratmeter Verkaufsfläche entstehen, später ein Fachmarktzentrum mit Möbelhaus, Bau- und Supermarkt an der Prenzlauer Promenade hinzukommen. Ein neues Wohnviertel war geplant, ebenso eine Straße und eine Brücke. Doch Aurelis scheiterte mit diesen Plänen an den Vorstellungen der Pankower Bezirkspolitiker. Diese lehnten das Konzept ab. Stattdessen sollte das Gelände für familiengerechtes Wohnen, Erholung, Kultur und Sport genutzt werden.Der Pankower Güterbahnhof war einst Berlins wichtigster Warenumschlagplatz. Er wurde in den Jahren 1891 bis 1893 gebaut. 1997 wurde er stillgelegt. 2004 gab es Pläne, auf dem Gelände einen Bisonpark anzulegen. (str.)