London - Vom Krankenbett in der Londoner Klinik aus zeigte das Mordopfer mit dem Finger auf den mutmaßlichen Anstifter. Russlands Präsident Wladimir Putin, schrieb Alexander Litwinenko im November 2006 kurz vor seinem qualvollen Tod, habe sich als „barbarisch und skrupellos“ erwiesen.

Gut neun Jahre nach dem Verbrechen hat am Donnerstag die unabhängige Untersuchung durch einen früheren Richter am High Court die ungeheuerliche Anschuldigung bestätigt: Der abtrünnige Mitarbeiter des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB, von Großbritannien als politischer Flüchtling eingebürgert, wurde mitten in London von zwei Russen mit radioaktivem Polonium-210 vergiftet. Dies geschah, glaubt Sir Robert Owen, „mit hoher Wahrscheinlichkeit“ nach Maßgabe des FSB und wurde „wahrscheinlich“ von dessen damaligem Chef Nikolai Patruschew „sowie auch von Präsident Putin“ genehmigt.

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