Nach der Fernsehsendung "Aktenzeichen XY . ungelöst" in der vergangenen Woche haben die Ermittler der 1. Mordkommission wieder Hoffnung, den Fall Manfred Diefenbach zu lösen. Der 69-jährige Rentner aus Friedrichshain war in der Nacht zum 16. Februar in seiner Wohnung ermordet worden. Spuren gab es einige, doch keinerlei Hinweise auf den Mörder. Deshalb entschlossen sich die Fahnder, in der ZDF-Sendung am vergangenen Donnerstag die Öffentlichkeit um Mithilfe zu bitten. Seit der Ausstrahlung seien knapp 40 Hinweise eingegangen, denen man jetzt nachgehe, hieß es gestern aus dem Landeskriminalamt. Eine heiße Spur gibt es noch nicht.Diefenbach starb in seiner Wohnung in der Libauer Straße 10. Ein Bekannter entdeckte den Toten am 16. Februar, morgens um sieben Uhr. Er wollte Diefenbach abholen, um mit ihm zum Arzt zu gehen. Als er jedoch nicht öffnete, ließ der Begleiter die Wohnungstür vom Hausmeister öffnen. Diefenbach lag geknebelt und gefesselt im Schlafzimmer. Wie er getötet wurde und ob die Wohnung durchsucht worden ist, sagt die Polizei wegen der Ermittlungen nicht.Diefenbach war vermögend. Ihm gehörte das Wohnhaus in der Libauer Straße. Seinen Hauptwohnsitz hatte er in der Lindenallee in Charlottenburg. Dort hielt sich der allein Lebende allerdings nur selten auf. Anwohner sagten, er habe kurz vor seinem Tod einen verwirrten und kranken Eindruck gemacht. Bei seinen Mietern in der Libauer Straße war Diefenbach wegen seiner Geschäftsmethoden nicht sehr beliebt. Er zwang sie, die Miete nur in bar zu zahlen, Kautionen seien gar nicht oder verspätet ausgezahlt worden, sagen Anwohner.------------------------------Foto: Getötet: Manfred Diefenbach.