SCHÖNEBERG Nach nur einem Jahr Bauzeit öffnet am Mittwoch das Peek-&-Cloppenburg-Haus in der Tauentzienstraße 19 seine Tore. Gestern wurde im Beisein des Regierenden Bürgermeisters Eberhard Diepgen (CDU) schon mal ein bißchen gefeiert.Hochragende Betonsäulen und von oben abgehängte Glaswände, die wie ein wehender Vorhang wirken: Das sind die herausragenden Merkmale der Fassade des neuen Peek-&-Cloppenburg-Modehauses, das morgen punkt 9 Uhr offiziell eröffnet wird. Dieser lichtdurchflutete Bau sei eine moderne Interpretation der früher gerade in Berlin angesiedelten Kaufhausarchitektur, sagte gestern Hartmut M. Krämer, persönlich haftender Gesellschafter von P & C. "Das Einkaufen in Berlin ist um eine Dimension reicher geworden." Das sechsgeschossige Haus - Architekt ist Professor Gottfried Böhm - wird als eine der "schnellsten Baustellen" in die Geschichte eingehen. Allerdings hatte es auch Zwischenfälle - ein Bauarbeiter verunglückte tödlich, ein Bauzaun begrub mehrere Passanten unter sich - gegeben. Der Neubau hat etwa 20 000 Quadratmeter Nutzfläche, davon werden 14 000 Quadratmeter für den Verkauf genutzt. Fast 600 Angestellte, 350 mehr als im alten Gebäude, haben hier ihren Arbeitsplatz gefunden. Gegliedert ist das Modehaus in "Trends für junge Leute" (Untergeschoß), Artikel für Damen und Herren im Erdgeschoß, Sportive Bekleidung (erste Etage) sowie "Gepflegte Damen und Herren-Großkonfektion" im zweiten und dritten Obergeschoß. Fast alle namhaften internationalen Modemacher sind bei Peek & Cloppenburg vertreten: Allegri, Armani, Yves Saint Laurent, Lagerfeld, Seidensticker Verkäufer Oliver Fabry: "Zur Eröffnung winken zahlreiche Sonderangebote."Eberhard Diepgen würdigte das Kaufhaus als Zeichen dafür, "wie sich Berlin trotz aller Schwierigkeiten mausert". Das "Weltstadthaus" sei ein Beweis gegen die vielbesprochene Verödung von Ku'damm und Tauentzien. +++