Eisenhüttenstadt. dpaSo kühl und wechselhaft wie das Herbstwetter Ist gegenwärtig die Stimmung bei der EKO Stahl GmbH In Eisen huttenstadt. Morgen will die EU in Brüssel über die geplanten EKO-Subventionen abstimmen.Bundeswirtschaftsminister Günter Rexrodt übt nach einem Bericht des "Focus" noch einmal Druck auf die britische Regierung aus, um deren Widerstand gegen eine Erhöhung der Subventionen für die EKO Stahl GmbH um 100 Millionen Mark zu brechen. Die belgische Stahlgruppe Cockerill Sambre soll insgesamt 910 Millionen Mark für die EKO-Übernahme erhalten. Dies muß von der Europäischen Union gebilligt werden. Sechs Tage vor der entscheidenden Abstimmung im EU-Ministerrat am 8. November habe Rexrodt einen "Drohbrief an seinen britischen Amtskollegen Michael Heseltine" geschrieben, berichtet das Magazin. Darin habe der FDP-Politiker angekündigt, er werde "gegen eine Finanzspritze für den Bau eines Textilwerks bei Belfast" votieren, wenn London den EKO-Subventionen nicht zustimme.Der Glaube der EKO-Kocher an eine erfolgreiche Privatisierung des größten ostdeutschen Stahlwerkes wurde aber bisher allzuoft erschüttert. Nach "fast perfekten" TJbernahmeverhandlungen scheiterte die Pnvatislerung mit Krupp Stahl 1992 genauso wie mit dem italienischen Riva-Konzern 1994. Nun setzen die 2 900 Mitarbelter ihre Hoffnungen auf die belgische Gockerlil Sambre. Für das größte belgische Stahlunternehmen sind neben dem Heimatland die alte Bundesrepublik und Frankreich Hauptabsatzmärkte. ~un will sich der auch auf dem Bausektor und in der Automobillndustrie tätige Konzern auf Ostdeutschland ausdehnen. Bis 1996 will die Gruppe in ihre Werke rund 1,1 Milliarden Mark investieren.