Der neue Bahnhof Gesundbrunnen wird in der "Lasagnetechnik" gebaut, sagt Volker Weiß von der Deutschen Bahn (DB) Projekt Verkehrsbau. Die Station für Fern-, Regional- und S-Bahn-Züge entsteht bis 2005 von unten nach oben in mehreren Schichten, an denen mitunter gleichzeitig gearbeitet wird. Nun ist die ebenerdige "Ebene null" an der Reihe, auf der die S-Bahnen der Linien 1, 2 und 25 verkehren. Die Reisenden müssen sich auf Fahrzeitverlängerungen und Umsteigezwänge einrichten."Von Freitag, 22 Uhr, bis Montag, 1.30 Uhr, fahren keine Züge zwischen Nordbahnhof und Wollankstraße. Ersatzweise verkehren Busse. Wir empfehlen die U-Bahn-Linien 6, 8 und 9", sagt Christian Morgenroth, Baubetriebsmanager der S-Bahn. Während der folgenden drei Advents-Wochenenden wird das Zugangebot auf einen Pendelverkehr im 20-Minuten-Tat verringert. Das gilt auch für drei Januar-Wochenenden. "Wir bedauern das. Doch wir kommen leider nicht darum herum", sagt Weiß. Ein Gerüst, das S-Bahn-Fahrgäste beim Betonieren des darüber liegenden Geschosses geschützt hat, muss "in Sisyphusarbeit" per Hand entfernt werden. Zugleich werden Signale und Weichenheizungen montiert. Der Baufortschritt führt zu großen Veränderungen im S-Bahn-Verkehr. "Im September 2001, rund 40 Jahre nach dem Mauerbau, wird die S-Bahn zwischen Schönhauser Allee und Gesundbrunnen wiedereröffnet", sagte Morgenroth. Die S 4 pendelt dann zwischen Westhafen und Gesundbrunnen. Zugleich wird die S-Bahn Schönhauser Allee- Bornholmer Straße bis 2003 wegen Bauarbeiten gesperrt. Für viele Fahrgäste bedeutet das: Umsteigen in Gesundbrunnen. Der S-Bahner: "Dann fährt die S 2 von Blankenfelde nach Bernau, die S 25 von Lichterfelde Süd nach Hennigsdorf und die neue S 26 von Lichterfelde Süd nach Birkenwerder." Juni 2002 folgt die nächste Etappe: Dann wird die Drei-Kilometer-Lücke im S-Bahn-Ring zwischen Gesundbrunnen und Westhafen geschlossen. (pn.)