Zaghaft, aber stetig ging es in den letzten Monaten auf dem deutschen Automobilmarkt bergauf. Im Juli kam dann mit Ferienbeginn der Rückschritt. Von 326 766 verkauften Pkw und Kombis im Juni sackte der Absatz laut Mitteilung des Kraftfahrt-Bundesamtes auf 268 387 Fahrzeuge im Juli - minus 17,9 Prozent. Die Entwicklung des Gesamtmarktes spiegelte sich freilich auch in der Hitliste der 20 in Deutschland meistverkauften Autos wider. Fast alle Modelle verzeichneten Verkaufsrückgänge. So verlor beispielsweise VW rund 8 500 Golf-Kunden, Opel hatte knapp 6 000 Astra-Käufer weniger. Dennoch: Mercedes konnte über 800 C-Klasse-Modelle mehr verkaufen als im Juni und kam damit wieder auf Platz drei. Der Fiesta fand gut 400 Käufer mehr, ein Plus von über 300 Punto registrierte Fiat. Besonders auffällig war im Juli der geringe Diesel-Anteil. Schon seit Jahresbeginn neigt sich die Kurve. Wählten im Januar noch 16,8 Prozent aller Neuwagenkäufer ein Diesel-Modell, rutschte die Rate im Juli auf den bisherigen Tiefstwert von 13,9 Prozent. Gerade im Kleinwagensegment, wo vergleichsweise leichte Diesel-Fahrzeuge quasi die Vorläufer des Drei-Liter-Autos darstellen, fanden die Autos nur wenig Anklang. Für das derzeit sparsamste Serienfahrzeug, den Citroen AX Diesel (4,5 Liter im Drittelmix), entschieden sich im Juli gerade 70 Käufer. Das entspricht einem Anteil von 8,5 Prozent am Gesamtabsatz des AX. Und damit ist der Franzose (ähnlich ist die Diesel-Rate beim Peugeot 106) anteilig noch ein Bestseller. Von den Käufern eines Corsa griffen nur 2,7 Prozent zum Diesel, beim Punto waren es 1,8 Prozent und beim Fiesta gar nur 1,2 Prozent. +++