Berlin - Trotz der zahlreichen Einschränkungen während der Corona-Pandemie könnte der 1. Mai in Berlin zu einer großen Herausforderung für die Polizei werden. Berlins Innensenator Andreas Geisel (SDP) sagte dem Tagesspiegel, dass die Zahl der Teilnehmenden bei der linksradikalen „Revolutionären Demonstration“ am Feiertag „bis in den fünfstelligen Bereich gehen“ könnte. Demnach rechnen die Behörden mit mehr als 10.000 Demonstranten. 

Da am Tag der Arbeit ein geplanter Aufmarsch von rund 1000 Rechtsextremisten in Zwickau womöglich ausfällt, könnte es die linksradikalen Gegendemonstranten stattdessen in die Hauptstadt ziehen. Der Polizei liegen bislang 22 Anmeldungen für Demonstrationen und weitere Veranstaltungen vor. Die Zahl könne aber noch steigen, da womöglich „Demonstrationen aus dem Bereich der Corona-Leugner“ hinzukommen.

Aufgrund der zahlreichen Versammlungen hat die Polizei am Mittwoch eine Liste von Straßen in Kreuzberg veröffentlicht, die vom 1. Mai, 6 Uhr, bis zum 2. Mai, 6 Uhr, für die Bevölkerung nur eingeschränkt nutzbar sind. Demnach sind in diesen Bereichen keine Glasflaschen und Dosen erlaubt. Nur die Mitnahme von PET-Flaschen bis 0,5 Liter ist für die folgenden Straßen gestattet. 

1. Mai: Keine Glasflaschen auf diesen Kreuzberger Straßen 

Bethaniendamm 31-49, Mariannenplatz 28, Wrangelstraße 1-24 und 111-131, Eisenbahnstraße 2-8, Muskauer Straße 10 und 49-49A, Lausitzer Platz 1-17, Skalitzer Straße 95-95A, 48 und 46B, Görlitzer Straße 1-3, Spreewaldplatz 2-14, Wiener Straße 18-23 und 59H, Ohlauer Straße 1-46, Paul-Lincke-Ufer 23-45, Fraenkelufer 1-2, Kohlfurter Straße 45 und 48, Kottbusser Straße 1-28, Admiralstraße 38, Skalitzer Straße 1-6 und 138-147A, Segitzdamm 20-38 A, Ritterstraße 126 und 1, Segitzdamm 8- 14, Prinzessinnenstraße 1-32, Oranienstraße 49-57 und 149-154, Luckauer Straße 1-17, Alfred-Döblin-Platz o. Nr., Waldemarstraße 1-46, Adalbertstraße 23A-23B und 67-78, Grünanlage Görlitzer Park.