BerlinRund 1000 Demonstranten haben nach Angaben der Polizei am Samstagabend in Friedrichshain gegen Räumungen von Wohnungen protestiert. Nach Angaben der Polizei gab es Flaschenwürfe auf Beamte, ein Container wurde angezündet. Es kam zu Rangeleien, mehrere Randalierer wurden festgenommen. Genaue Zahlen hierzu gab es zunächst allerdings noch nicht. Begleitet wurde die Demonstration von einem größeren Polizeiaufgebot.

Mit Transparenten mit Aufschriften wie „United we fight“ zogen die Demonstranten zunächst durch die Straßen rund um den Boxhagener Platz. Unter ihnen waren auch einige Dutzend Linksautonome in schwarzer Kleidung und mit Vermummung. Die Demonstrierenden skandierten „Yuppieschweine raus aus den Kiezen“, danach liefen sie zu dem kürzlich geräumten Haus Liebigstraße 34, für viele Jahre ein Symbol der linksradikalen Szene in Berlin. Vom Dach des Hauses hing ein Transparent mit dem Schriftzug „L34 forever“ herab. Polizisten betraten das Haus und entfernten das Transparent. Danach überprüften die Beamten, ob sich erneut Menschen im Inneren des Gebäudes aufhielten.