Berlin - Der bundesweite Ausfall der Feuerwehr- und Polizeinotrufe ist nach Angaben der Telekom auf eine technische Störung zurückzuführen. Einen Hackerangriff schließt das Unternehmen aus. In Berlin waren am Donnerstagmorgen die Notrufnummern 110 und 112 der Polizei und der Feuerwehr ausgefallen.  Wie viele Notfälle die Leitstelle der Feuerwehr in dieser Zeit nicht erreichten, ist nach Angaben der Behörde noch unklar.

Wie ein Telekom-Sprecher der Berliner Zeitung sagte, war es am frühen Morgen, um 4.30 Uhr,  bei Routine-Wartungsarbeiten zu einer Störung der Erreichbarkeit der Notruf-Leitstellen in verschiedenen Regionen Deutschlands gekommen. „Ursächlich für die Störung war vermutlich die Einbringung einer neuen Software, die zuvor ausführlich getestet worden war und keinerlei Auffälligkeiten gezeigt hatte“, so der Sprecher. Die detaillierte Analyse dauere an. „Einen Hackerangriff können wir aktuell ausschließen.“

Bürgerinnen und Bürger in Not sollten sich während des Ausfalls an die örtlichen Polizeiabschnitte wenden oder das Bürgertelefon unter 030 46644664 anrufen, teilte die Polizei am frühen Donnerstagmorgen mit. Nach Darstellung des Telekom-Sprechers waren um 5.40 Uhr „alle Leitstellen wieder uneingeschränkt erreichbar“. Laut Berliner Polizei war der Notruf 110 ab 5.45 Uhr wieder  erreichbar. Und bei der Notrufannahme der Feuerwehr war erst wieder kurz vor 8 Uhr ein Durchkommen. Bis dahin sollten sich Hilfesuchende unter der Telefonnummer 030 387 112 oder direkt bei der zuständigen Wache melden.

Weitere Störungsmeldungen gab es unter anderem aus Baden-Württemberg, Brandenburg, Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Sachsen-Anhalt sowie Frankfurt am Main.

Auch in Köln gab es größere Probleme: Laut Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe hatte es in der Nacht einen großflächigen Ausfall von Strom, Telefonnetz und Trinkwasser gegeben. Ein Zusammenhang der Notrufausfälle zum Stromausfall in Köln bestehe nicht, sagte der Telekom-Sprecher.