In Berlin soll ein neues Sicherheitszentrum („Security Operations Center“) dazu beitragen, Hackerangriffe auf das Landesnetz effektiver zu erkennen, abzuwehren und sensible Daten auch der Bürger zu schützen.

Die Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) eröffnete den Leitstand im IT-Dienstleistungszentrums (ITDZ) am Mittwoch mit einem symbolischen Knopfdruck. Experten überwachen dort das IT-Landesnetz.

Giffey sagte, das neue Zentrum erhöhe Qualität und Reaktionsfähigkeit – dies sei auch ein wichtiger Schritt mit Blick auf den russischen Krieg in der Ukraine. Bislang wurden nach Angaben des ITDZ aber noch keine gezielten Cyberangriffe Russlands auf die Berliner Landesverwaltung entdeckt.

Schleppende Digitalisierung der Verwaltung

Beim Berliner Verwaltungsnetz, an das die Behörden des Landes, Gerichte, Polizei oder Feuerwehr angeschlossen sind, handelt es sich laut ITDZ um das größte kommunale Kommunikationsnetz in Deutschland. Es umfasst über 1100 Kilometer Kabel sowie Zehntausende Computer und Telefone.

Das landeseigene ITDZ betreut nur einen Teil davon. Der Anteil soll aber wachsen, um mehr Zentralisierung und Standardisierung in den technischen Prozessen zu erreichen. Das soll auch dabei helfen, die bisher vielfach schleppende Digitalisierung der Verwaltung voranzutreiben.