Madrid - Auf einem Flüchtlingsboot südöstlich der Kanaren sind 17 Menschen gestorben. Die Leichen seien rund 500 Kilometer vor der Küste der spanischen Insel El Hierro entdeckt worden, teilte die spanische Küstenwache am Montag mit. Drei Überlebende seien per Hubschrauber gerettet worden. Sie litten an einer Unterkühlung, seien ansonsten aber wohlauf.

Die Migranten an Bord des Bootes stammten den Angaben zufolge aus afrikanischen Ländern südlich der Sahara. Wo sie die gefährliche Überfahrt über den Atlantik gestartet hatten, blieb zunächst unklar.

Vor zwei Wochen waren südlich von El Hierro vier Tote in einem behelfsmäßigen Boot gefunden worden. 19 weitere Insassen überlebten.

Die Kanarischen Inseln, die vor der Nordwestküste Afrikas im Atlantik liegen, entwickeln sich zunehmend zu einem Ziel von Flüchtlingen auf dem Weg nach Europa. Im vergangenen Jahr landeten rund 23.000 Migranten auf den spanischen Ferieninseln, achtmal so viele wie 2019.

In den ersten drei Monaten dieses Jahren kamen bereits 3400 Flüchtlinge auf den Kanaren an, mehr als doppelt so viele wie im Vorjahreszeitraum.