Ansbach - Ein Landwirt soll auf seinem Hof im mittelfränkischen Landkreis Ansbach 171 Rinder verhungern haben lassen und muss sich dafür bald vor Gericht verantworten. Die Hauptverhandlung sei am 16. März, wie das Amtsgericht Ansbach am Donnerstag mitteilte. Dem Landwirt werden quälerische Misshandlung von Wirbeltieren und Tötung von Wirbeltieren ohne vernünftigen Grund durch Unterlassen vorgeworfen. Vor Gericht sollen Polizisten, Vertreter des Veterinäramtes und ein Sachverständiger für forensische Psychiatrie aussagen.

Der Mann hatte demnach seit 2014 einen Rindermastbetrieb geführt. In den Monaten vor dem Mai 2021 soll er die insgesamt 217 Tiere nicht ausreichend mit Wasser und Futter versorgt haben. 171 Rinder starben deswegen, die Kadaver blieben im Stall zurück. Die überlebenden Tiere blieben laut Gericht in ihrer Entwicklung zurück und wurden wild. Sieben von ihnen wurden eingeschläfert.