Die Bundesregierung wird den geplanten sogenannten Sofortzuschlag für Kinder in ärmeren Familien voraussichtlich am kommenden Mittwoch auf den Weg bringen. Das teilte das Bundessozialministerium am Freitag mit. Der entsprechende Gesetzentwurf werde nun innerhalb der Regierung abgestimmt. Nach dem Kabinett müssen dann auch Bundestag und Bundesrat noch zustimmen.

Ab Juli sollen Kinder und Jugendliche in Familien, die auf Sozialleistungen angewiesen sind, 20 Euro mehr im Monat bekommen. Den „Sofortzuschlag“ hatten die Parteien der Ampel-Regierung in ihrem Koalitionsvertrag als Übergangsregelung vereinbart, bis die geplante sogenannte Kindergrundsicherung eingeführt ist, die alle sozialen Leistungen für Kinder zusammenführen soll.

Das Gesetz sieht außerdem im Juli eine Corona-Einmalzahlung von 100 Euro für Erwachsene vor, die Arbeitslosengeld II, Grundsicherung oder Sozialhilfe beziehen. Das Geld ist unter anderem als Ausgleich für coronabedingte Zusatzbelastungen wie Käufe von FFP2-Masken gedacht.