20 Prozent der Deutschen gegen Privilegien für Geimpfte und Genesene

Besonders hoch ist die Ablehnung offenbar bei Jüngeren und Singles: Bei den 25- bis 49-Jährigen sprachen sich sogar 28 Prozent gegen 2G-Vorteile aus. 

Von 3G zu 2G?: 20 Prozent der Deutschen sprechen sich dagegen aus, dass Geimpfte und Genesene bei der Teilhabe am öffentlichen Leben bevorzugt werden.
Von 3G zu 2G?: 20 Prozent der Deutschen sprechen sich dagegen aus, dass Geimpfte und Genesene bei der Teilhabe am öffentlichen Leben bevorzugt werden.

Hamburg-20 Prozent der Deutschen sind nach einer neuen Umfrage gegen Privilegien für Geimpfte und von Corona Genesene. Sie finden es nicht gut, wenn immunisierte Menschen von Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen befreit werden und ihre alten Freiheiten in Restaurants und Hotels, Sport- und Kultureinrichtungen zurückerhalten. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Hamburger Opaschowski Instituts für Zukunftsforschung (OIZ).

Demnach sind besonders Jüngere und Singles gegen eine Besserstellung Geimpfter und Genesener. In der Altersgruppe der 14- bis 24-Jährigen betrug die Ablehnung 25 Prozent, bei den Singles im Alter von 25 bis 49 Jahren sogar 28 Prozent. Unter Familien mit Jugendlichen und Landbewohnern ist die Ablehnung mit 15 beziehungsweise 14 Prozent dagegen deutlich niedriger.

Nach Ansicht des Zukunftsforschers Horst Opaschowski (80) kann davon ausgegangen werden, dass sich viele Ungeimpfte und Impfgegner weiterhin gegen ihre Freiheitsbeschränkungen wehren werden. „Vielleicht verbergen sich hinter der stabilen 20-Prozent-Ablehnungsquote viele politisch Unzufriedene, die sich als Verlierer der Krise fühlen und Anlass zu sozialen Konflikten und Spannungen in der Gesellschaft geben“, vermutet Opaschowski. „Das Ausgeschlossensein von der Teilnahme an Sport-, Kultur- und Eventveranstaltungen empfinden viele wie einen verordneten Hausarrest.“