HildesheimEin 22-Jähriger muss sich seit Montag wegen des Vorwurfs der Vorbereitung einer terroristischen Gewalttat in Niedersachsen vor Gericht verantworten (Az.: 14 KLs 43 Js 2/20). Der Mann soll sich seit den Anschlägen in Christchurch im März 2019 mit rechtsradikalem Gedankengut und einem eigenen Anschlag gegen Muslime beschäftigt haben. Dazu beschaffte er sich zwischen Juli 2019 und Mai 2020 zwei Armbrüste, Pfeile, ein Zielfernrohr und vier Messer, so der Vorwurf.

Laut Anklage soll der Mann außerdem im Mai 2017 im Alter von 19 Jahren in Chatnachrichten ein damals 15 Jahre altes Mädchen beleidigt haben. Ihrem Stiefbruder und ihrer Mutter soll er ebenfalls in Nachrichten angedroht haben, das Mädchen und die Mutter zu töten. Im Jahr 2019 soll er sich in einem Chat zudem rassistisch geäußert haben.

Ende Mai 2020 hat der Beschuldigte der Anklage zufolge in einem anonymen Internet-Chat einem ihm Unbekannten gesagt, er befinde sich mit Waffen vor einer Moschee. Er habe vor, Muslime zu töten. Sein Chatpartner informierte daraufhin die Polizei. Einen Tag später wurde der 22-Jährige in Gewahrsam genommen.