29-Euro-Ticket in Berlin: Viele Abonnenten müssen derzeit schwarzfahren

Neukunden des 29-Euro-Tickets sollten für November und Dezember eine gelbe Chipkarte zugestellt bekommen. Die Zusendung verzögert sich jetzt.

Fahrgäste der BVG am Berliner Alexanderplatz.
Fahrgäste der BVG am Berliner Alexanderplatz.dpa/Emmanuele Contini

Viele Neu-Abonnenten des 29-Euro-Tickets in Berlin haben aufgrund der hohen Nachfrage noch keine gelbe Chipkarte bekommen. Die Zusendung verzögert sich. Nicht bei allen war die Karte rechtzeitig im Briefkasten, wie BVG-Sprecher Jannes Schwentu der Berliner Zeitung bestätigte. Infolgedessen müssen jetzt einige Fahrgäste schwarzfahren, obwohl sie das Ticket bezahlt haben.

Das 29-Euro-Ticket gilt im Berliner AB-Bereich von Oktober bis Dezember und wurde jetzt bis zum März 2023 verlängert. Der Andrang ist riesig. Seit dem Start der Abo-Aktion wurden laut BVG 140.000 Abos verkauft. Für den Oktober genügte ein Übergangsticket in Papierform samt Bestellbestätigung. Es war nicht fälschungssicher.

Für November und Dezember sollten Neukunden Chipkarten zugestellt bekommen. Doch genau dieser Vorgang gerät ins Stocken. Bei Kunden, die das Ticket sehr spät bestellt haben, kann es zu Verzögerungen. Alle Chipkarten seien aber verschickt worden, erklärte Sprecher Schwentu weiter. „Wir werden bei Kontrollen in den kommenden Tagen mit Augenmaß vorgehen.“

Am Dienstag einigte sich der Berliner Senat auf die Verlängerung des 29-Euro-Tickets bis zum März – unabhängig von der Entscheidung des Bundes. Die Bundesländer und Kanzler Olaf Scholz haben am Mittwoch darüber hinaus die Einführung des 49-Euro-Tickets beschlossen. Wann es kommt, ist noch unklar.