Köln/Berlin - Zum letzten großen Verkaufswochenende vor Weihnachten hat der Handel die Kundinnen und Kunden um Respekt im Umgang mit den Beschäftigten gebeten, die die 2G-Regelung überprüfen. „Die Kundinnen und Kunden sollten den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Einzelhandels, die die 2G-Prüfungen durchführen, mit dem nötigen Respekt begegnen und Beleidigungen unterlassen“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Textil Schuhe Lederwaren (BTE), Rolf Pangels, der Deutschen Presse-Agentur.

„Wir hoffen, dass sich die Verbraucherinnen und Verbraucher mit den 2G-Prüfungen im Einzelhandel zwischenzeitlich vertraut gemacht haben und diese nicht als Hindernis ansehen, in den Innenstädten ihre Modeeinkäufe zu tätigen“, sagte Pangels. Der Branchenkenner geht aber davon aus, dass die Umsätze auch an diesem Wochenende auf jeden Fall unter denen im Vorkrisenwinter 2019 liegen werden.

Beleidigungen an der Tagesordnung, Aggressivität nimmt zu

Bereits vor einer Woche hatte der BTE über die Aggressivität mancher Kunden bei den 2G-Kontrollen geklagt. Der Vizepräsident des BTE und Globetrotter-Geschäftsführer Andreas Bartmann berichtete, dass die Beschäftigten des Handels bei den 2G-Kontrollen oft an die Grenzen ihrer Möglichkeiten gelangten. „Wenn Ungeimpften der Zutritt verwehrt wird, sind Beleidigungen an der Tagesordnung. Die Aggressivität nimmt massiv zu“, berichtete er. Teilweise würden Mitarbeiter bei den Kontrollen bespuckt.