32 Verkehrstote 2022: Niedrigster Stand seit Jahrzehnten

Die Zahl der tödlich verunglückten Menschen im Berliner Straßenverkehr lag im Jahr 2022 so niedrig wie seit Jahrzehnten nicht mehr. 32 Menschen starben bis E...

Berlin-Die Zahl der tödlich verunglückten Menschen im Berliner Straßenverkehr lag im Jahr 2022 so niedrig wie seit Jahrzehnten nicht mehr. 32 Menschen starben bis Ende Dezember bei Verkehrsunfällen, wie die Polizei am Samstag kurz vor Jahresende mitteilte. Bei einem Unfall vom Freitag war zunächst noch nicht klar, ob der Autofahrer an den Folgen des Unfalls oder einem medizinischen Notfall starb und ob er in der Statistik der tödlichen Unfälle hinzugezählt wird.

Unter den Verkehrstoten des aktuellen Jahres waren 10 Radfahrer, 9 Fußgänger, 6 Motorrad- und Rollerfahrer, 5 Autofahrer und 2 Fahrer sonstiger Fahrzeuge.

Im Jahr 2021 gab es insgesamt 40 Verkehrstote, ein Jahr zuvor 50. Die bislang niedrigste Zahl der vergangenen Jahrzehnte wurde 2017 mit 36 getöteten Menschen verzeichnet. Zuvor starben deutlich mehr Menschen bei den Unfällen, in den 80er- und 90er-Jahren sogar weit über 100 im Jahr.

Die Gründe für den Rückgang der Zahlen sind vor allem bessere Sicherheitssysteme in den Autos - Gurte, Airbags und verstärkte Karosserien, aber auch Helme bei Radfahrern und bessere und schnellere Rettungseinsätze. Auch vollere Straßen in der wachsenden Stadt und mehr Kontrollen und härtere Strafen gegen zu schnelles Fahren trugen zur Senkung der Zahlen bei. In Flächenländern mit Landstraßen, auf denen sehr schnell gefahren wird, sterben deutlich mehr Menschen in Relation zur Einwohnerzahl als in Großstädten wie Berlin.

Über die tatsächlichen Gefahren im Straßenverkehr sagt die jährlich stark schwankende Zahl der Toten nur bedingt etwas aus. Die Gesamtzahl der Unfälle und die Zahl schwer- und leichtverletzter Menschen sind entscheidender. Von Januar bis Oktober des laufenden Jahres wurden 1852 Menschen schwer verletzt. 12.029 Menschen wurden leicht verletzt. Das waren jeweils mehr als in den ersten beiden Jahren der Corona-Pandemie, aber weniger als 2019, dem letzten Jahr vor Corona.