Murau - Weil an den Skipisten im obersteirischen Bezirk Murau zahlreiche ausländische Kennzeichen entdeckt wurden, haben der Bezirk und die Polizei nachgeforscht, wo die Besitzer der Autos eigentlich übernachten – und dabei kuriose Fälle festgestellt. Wie die österreichische Kleine Zeitung berichtet, wurden bei den Kontrollen allein bei einem Ferienwohnhaus 36 Nebenwohnsitze entdeckt. Die Fälle würden nun alle überprüft, mit Strafen sei zu rechnen, sagte Bezirkshauptmann Florian Waldner der Zeitung. Auch die Eigentümer und Unterkunftsgeber werden sich verantworten müssen, kündigte er an.

Eine gehäufte Zahl an Zweitwohnsitzen wurde auch im Bezirk Liezen verzeichnet, berichtet der ORF. Bezirkshauptmann Christian Sulzbacher berichtete von 80 Zweitwohnsitzanmeldungen an nur einem Tag: „Es ist nur eine von vielen Varianten, die Covid-Bestimmungen zu umgehen.“

Erst kürzlich hatte der Bürgermeister von St. Anton in Tirol, Helmut Mall, Alarm geschlagen, weil seiner Ansicht nach zu viele Ausländer im Ort waren, die wegen der Corona-Regeln nicht hätten da sein dürfen. Sie nutzten offenbar Schlupflöcher in den Verordnungen und meldeten sich als Arbeitssuchende oder mit einem Zweitwohnsitz an. Die Polizei führte daraufhin eine Razzia durch und schrieb 96 Anzeigen gegen Ausländer.