Berlin - Seit der Einführung der 3G-Regel im Regional- und Fernverkehr ist die Bundespolizei bundesweit in 579 Fällen hinzugerufen worden, wenn es zu Verstößen kam. Das teilte das Bundespolizeipräsidium auf Anfrage des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) mit. Dabei hätten die hinzugerufenen Beamten der Bundespolizei 359-mal bei der Durchsetzung von Beförderungsausschlüssen unterstützen müssen. 

Seit dem 24. November müssen Fahrgäste in Zügen des öffentlichen Personennah- und Fernverkehrs geimpft, getestet oder genesen sein. Laut Infektionsschutzgesetz sind die Beförderer in der Pflicht, stichprobenartig zu überprüfen, ob die Fahrgäste die Regelung einhalten.

Bundespolizei: 285.000 Masken-Ermahnungen seit Januar 2021

Wer jedoch ohne 3G-Nachweis fährt, wird nicht ohne Verspätung sein Ziel erreichen. Wessen Nachweis fehlt, müsse am nächsten Halt aussteigen und den 3G-Nachweis in einer Teststelle nachholen. Eine Bundespolizei-Sprecherin sagt: „Das gilt auch bei vergessenem Impfpass oder nicht funktionierendem Smartphone, etwa wegen eines leeren Akkus.“

Darüber hinaus wies die Bundespolizei seit dem 1. Januar 2021 auf Bahnhöfen und in Zügen nahezu 285.000 Reisende auf das korrekte Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung hin. Mehrheitlich reagierten die Angesprochenen vernünftig. „Mehr als 271.600 Reisende zeigten nach erfolgter Belehrung ein einsichtiges Verhalten“, so der Polizeidirektor des Bundespolizeipräsidiums Florian Güthlein.

In etwa 13.350 Fällen stellten die Einsatzkräfte entsprechende Ordnungswidrigkeiten fest und zeigten diese bei den zuständigen Landesbehörden an; sie setzten unterstützend fast 3000 Beförderungsausschlüsse beziehungsweise Platzverweise durch.