Potsdam - Mehr als 40 historische Mühlen können Pfingstmontag am Deutschen Mühlentag in Brandenburg besichtigt werden. Insgesamt existierten im Land rund 1200 Mühlenstandorte, teilte das Kulturministerium am Mittwoch mit. Lediglich zehn mahlen noch gewerblich. Rund 140 Mühlen werden touristisch genutzt. Mehr als 200 stehen unter Denkmalschutz.

Ob Papier- oder Getreidemühlen, Wind- oder Wassermühlen, Säge- oder Pulvermühlen: Sie seien nicht nur schön anzusehen, sondern auch Teil der kulturellen Identität, sagte Kulturministerin Manja Schüle (SPD). Einst prägten sie wie Kirchen das Ortsbild.

Gemeinsam müsse dafür gesorgt werden, dass sie authentisch erhalten werden können, sagte Torsten Rüdinger, Vorstand der Mühlenvereinigung Berlin-Brandenburg und Museumsleiter der Historischen Mühle von Potsdam-Sanssouci. Möglichst viele müssten als Mühle genutzt werden, zum Mahlen von Mehl oder als Kleinwasserkraftwerke zur lokalen Stromerzeugung.

Die 1990 gegründete Mühlenvereinigung Berlin-Brandenburg widmet sich unter anderem der Erhaltung und Nutzung historischer Substanz und der Unterstützung beim Restaurieren von Mühlen. Das Kulturministerium fördert die Arbeit der Vereinigung seit 2019 mit jährlich 85.000 Euro.