Berlin - Die derzeit geltenden strengen Einschränkungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie halten einer Umfrage zufolge 47 Prozent der Deutschen für angemessen. 20 Prozent unterstützten der repräsentativen Umfrage von Infratest dimap für den ARD-Deutschlandtrend zufolge zudem eine Verschärfung des Lockdowns.

Gleichzeitig wächst die Kritik an den bestehenden Maßnahmen: Nach 22 Prozent Anfang Februar und 27 Prozent zur Monatsmitte sind aktuell 30 Prozent der Meinung, dass die Maßnahmen mittlerweile zu weit gehen. Gefragt wurden 1296 Umfrageteilnehmer am Montag und Dienstag, also noch vor den jüngsten Bund-Länder-Beratungen.

Hälfte der Deutschen will teilweise Aufhebung der Maßnahmen

Trotz der prinzipiellen Akzeptanz der Maßnahmen wünschen sich die Menschen zumindest einen Einstieg in die Lockerung von Alltagseinschränkungen: Gut die Hälfte (53 Prozent) favorisiert eine teilweise Aufhebung geltender Corona-Regeln. Ihre vollständige Aufhebung befürwortet derzeit jeder Zehnte. Ein Drittel der Deutschen (34 Prozent) möchte, dass an den bestehenden Maßnahmen strikt festgehalten wird.

Egal ob lockern oder verschärfen – 58 Prozent der Befragten befürworten regional geltende Regeln, die die Infektionszahl am jeweiligen Ort berücksichtigen. 38 Prozent favorisieren stattdessen einheitliche Corona-Regelungen, die flächendeckend für ganz Deutschland gelten.

Das konkrete Management der Corona-Pandemie durch die Politikerinnen und Politiker wird von den Befragten aktuell kritisch bewertet. So sind beispielsweise viele der Befragten mit der Impfstoffbeschaffung (74 Prozent) und der Organisation der Corona-Impfungen (73 Prozent) weniger oder gar nicht zufrieden. Zwei Drittel sind unzufrieden mit der Bereitstellung und Nutzung von Corona-Schnelltests (66 Prozent).