AberdeenIn einer Zigarrenkiste in einer schottischen Universität ist ein 5000 Jahre altes Holzstück aus der Cheopspyramide in Ägypten gefunden worden – aus Zufall. Es handele sich um eines von nur drei Teilen, die jemals aus der sogenannten Königinnenkammer hervorgeholt wurden, teilte die Universität von Aberdeen am Mittwoch mit. Das Fragment ist aus Zedernholz und stammt schätzungsweise aus der Zeit zwischen 3341 und 3094 vor Christus. Es wird vermutet, dass es beim Bau der Grabstätte eingesetzt wurde.

Entdeckt wurde das archäologisch bedeutsame Artefakt von einer ägyptischen Mitarbeiterin, als sie die Asien-Kollektion der Museumssammlung prüfte. Abeer Eladany sei aufgefallen, dass die Schachtel aus dem nordafrikanischen Ägypten stammen musste und also nicht in die Asien-Sammlung passte. Als sie die Seriennummern prüfte, merkte die Kuratorin, dass es sich um das vermisste Stück handelte. Es handele sich zwar nur um ein kleines Fragment, aber es habe enorme Bedeutung, sagte Eladany der Mitteilung zufolge.

Bei den anderen beiden Teilen aus der Königinnenkammer handelt es sich um eine Art Ball und einen Haken, die sich beide im Britischen Museum in London befinden. Der schottische Eisenbahningenieur Waynmann Dixon hatte die Artefakte gefunden, als er 1872 bis dahin unbekannte Schächte in der Cheopspyramide entdeckte. Dass das Holzteil in Aberdeen landete, kann an James Grant liegen – er studierte an der Universität Medizin und freundete sich später in Ägypten mit Dixon an.

Foto: dpa/University Of Aberdeen/PA Media
In dieser Zigarrenkiste wurde das verschollene Holz wiedergefunden.