Berlin - Auch die Berliner Polizei wird bestohlen: Insgesamt 60-mal brachen Diebe in die Dienstgebäude der Beamten in den vergangenen drei Jahren ein. Dies geht aus einer Antwort der Senatsinnenverwaltung auf eine Anfrage des FDP-Abgeordneten Paul Fresdorf hervor. Die Berliner Morgenpost berichtete zuerst über den Sachverhalt

Im vergangenen Jahr lag die Zahl der registrierten schweren Diebstähle bei zwölf. 2019 wurden 17 Fälle gemeldet. 31 Fälle waren es 2018. Teilweise wurden sogar beschlagnahmte Autos gestohlen. 2020 typisierte die Polizei drei Fälle als „Sonstiger schwerer Diebstahl mit Waffen, Bandendiebstahl, schwerer Bandendiebstahl“. Wie viele und welche Gegenstände in diesen Fällen entwendet worden sind, ist unklar. 

Kritik aus der FDP 

Der FDP-Abgeordnete Fresdorf spricht in diesem Zusammenhang von einem „Skandal“. Innensenator Andreas Geisel (SPD) müsse sofort dafür sorgen, dass klar definiert werden kann, was und in welchem Umfang gestohlen wurde. „Des Weiteren muss nachvollziehbar sein, wie die Gegenstände aus den Liegenschaften entwendet wurden“, sagte Fresdorf, wie die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in einem Facebook-Post mitteilte. 

Die GdP warnte, dass die Sicherheit von Polizeiliegenschaften „noch immer katastrophal“ sei. Daran habe sich „nur minimal“ etwas verändert. Es sei absolut unverständlich, warum trotz diverser Straftaten keine nachhaltigen Maßnahmen unternommen würden, kritisierte der Sprecher der Berliner GdP, Benjamin Jendro. Er forderte innovative technische Lösungen, damit Diebe nicht ohne große Anstrengung in „sicherheitsrelevante Bereiche“ eindringen könnten.