Berlin - In Alten- und Pflegeheimen in Berlin sind inzwischen 1034 Bewohner an oder mit dem Coronavirus gestorben. Das stelle fast 60 Prozent aller in Berlin seit Beginn der Pandemie registrierten Todesfälle dar. Die Zahlen stammen aus einem internen Lagebericht der Senatsgesundheitsverwaltung, über den die Morgenpost berichtet hatte.

Fast 6000 Heimbewohner und 2622 Beschäftigte haben sich demnach angesteckt. Damit finde fast die Hälfte des amtlich registrierten Infektionsgeschehens der Stadt in den Pflegeheimen statt. Im Lagebericht heißt es weiter, es habe in 310 Einrichtungen positive Testungen gegeben.

Einzelne Infektionen hätten dabei stets zu sehr vielen Ansteckungen geführt, jedes Mal seien rund 20 Menschen betroffen gewesen. Vergleichsweise gering fielen die Ansteckungszahlen hingegen in Krankenhäusern aus. Dort würden Hygiene-Regeln konsequenter eingehalten. In den vergangenen vier Wochen habe es in den Kliniken 31 Covid-19-Ausbrüche mit 288 Infizierten gegeben.

Seit vergangener Woche gilt für Pflegeheime mit Corona-Fällen ein striktes Besuchsverbot. Ausnahmen sind allerdings für sterbenskranke und demente Bewohner vorgesehen. Die Isolation von gesunden Seniorinnen und Senioren wird von Betreibern der Pflegeheime kritisiert.