Wiesbaden - Rund 6,4 Millionen Menschen in Deutschland haben 2019 in einer Wohnung gelebt, die nach offizieller Definition als überbelegt also als zu klein gilt. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, stieg die Zahl im Vergleich zum Vorjahr um rund 340.000. Die Überbelegungsquote lag damit bei 7,8 Prozent. Laut Bundesamt trägt der Trend zum Leben in Großstädten zu der Entwicklung bei, weil Wohnraum dort allgemein knapp und teurer ist.

Der Statistik beruht auf EU-weit erhobenen Daten. Eine Wohnung gilt unter anderem dann als überbelegt, wenn ein Gemeinschaftsraum fehlt oder nicht genug Platz vorhanden ist, damit jedes Mitglied eines Paars und jeder weiterer Bewohner im Alter von über 18 Jahren über einen eigenen Raum verfügt.

Für Kinder im Alter von zwölf bis 17 Jahren muss demnach ebenfalls jeweils ein eigener Wohnraum vorhanden sein, solange sie unterschiedlichen Geschlechts sind. Die Überbelegungsquote in Deutschland lag laut Statistischem Bundesamt rund neun Prozentpunkte unter dem europäischen Durchschnitt. Am höchsten war dieser Wert in Rumänien.