66 tote Kinder: WHO warnt alle Länder vor vier Hustensäften 

Laut der Weltgesundheitsorganisation handelt es sich um Erkältungssäfte des Herstellers Maiden Pharmaceuticals. Die Säfte könnten überall verkauft worden sein.

WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus rief dazu auf, vier Hustensäfte des indischen Herstellers Maiden Pharmaceuticals aufzuspüren und aus dem Verkehr zu ziehen. 
WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus rief dazu auf, vier Hustensäfte des indischen Herstellers Maiden Pharmaceuticals aufzuspüren und aus dem Verkehr zu ziehen. dpa/Salvatore Di Nolfi

Die Weltgesundheitsorganisation WHO warnt weltweit vor vier Husten- und Erkältungssäften, die sie mit dem Tod von mittlerweile 66 Kindern in Gambia in Verbindung bringt. Die Medikamente des indischen Herstellers Maiden Pharmaceuticals könnten nicht nur in Gambia verkauft worden sein, betonte die WHO am Mittwoch in Genf. Sie verursachen möglicherweise akutes Nierenversagen.

WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus mahnte zur Vorsicht und rief alle Länder dazu auf, „diese Produkte aufzuspüren und aus dem Verkehr zu ziehen, um weiteren Schaden von Patienten abzuwenden“.

Das gambische Gesundheitsministerium hatte Krankenhäuser am 9. September aufgefordert, keinen Paracetamol-Sirup mehr zu verwenden - einen Monat nachdem Ermittler den Tod von mindestens 28 Kindern im Alter von fünf Monaten bis vier Jahren durch akutes Nierenversagen gemeldet hatten.