Rund 700.000 Menschen in Berlin und Brandenburg müssen in diesem Jahr unzählige Daten über sich und ihre Lebensumstände an den Staat weitergeben. Sie sind gesetzlich verpflichtet, am Zensus 2022 teilzunehmen, einer breit angelegten, bundesweiten Haushaltsbefragung. Diese startet am 15. Mai und dauert bis Mitte November, wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg am Mittwoch mitteilte.

Erhoben werden dabei Daten zur Person, um eine amtliche Bevölkerungszahl festzustellen, sowie Angaben rund um die Wohnsituation. Der Zensus sei wichtig, um eine verlässliche neue Datenbasis für Politik, Verwaltung oder Wissenschaft zu bekommen, hieß es.

Die Erhebung der Informationen soll über Gespräche mit sogenannten Interviewern, telefonisch, online oder mit Hilfe schriftlicher Fragebögen erfolgen. Ausgewählt für die Teilnahme werden auf Basis der aktuellen Melderegister etwa 300.000 Menschen in Berlin und etwa 400.000 in Brandenburg - sie sollen einen repräsentativen Querschnitt der Bevölkerung abbilden. Wer von den Betreffenden nicht mitmacht, muss mit einem Zwangsgeld rechnen, dass sich auf mehrere Hundert Euro belaufen kann. Der letzte Zensus fand 2011 statt.