Wiesbaden - Von dem durch wochenlangen Distanzunterricht geprägten Schulalltag sind in Deutschland rund 753.000 Erstklässler betroffen. So viele Kinder wurden nach vorläufigen Ergebnissen im vergangenen Spätsommer eingeschult, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mitteilte. Eine besondere Belastung ist das Corona-Schuljahr auch für die rund 95.000 Grundschüler mit besonderem pädagogischen Förderbedarf, die im Schuljahr 2019/2020 unterrichtet wurden. Fast zwei Drittel davon waren demnach Jungen.

Insgesamt hatten im vergangenen Schuljahr an allgemeinbildenden Schulen mehr als 568.000 Schülerinnen und Schüler sonderpädagogischen Förderbedarf. Etwas mehr als die Hälfte besuchte spezielle Förderschulen. Die übrigen wurden in sogenannten integrativen Schulen unterrichtet.

Für mehr als 2,3 Millionen Grundschüler beginnt am Montag Präsenzunterricht

Die meisten der insgesamt rund 2,8 Millionen Grundschüler in Deutschland können ab Montag wieder in die Schule gehen. Für mehr als 2,3 Millionen Grundschüler in elf Bundesländern beginnt in der kommenden Woche nach den coronabedingten Schulschließungen der Präsenzunterricht, wie das Statistische Bundesamt berichtete.

Neben Baden-Württemberg, Brandenburg, Berlin, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland, Schleswig-Holstein und Thüringen wird zwei Tage nach den anderen Ländern auch Mecklenburg-Vorpommern die Grundschulen wieder öffnen. Im März wollen dann Hamburg und Sachsen-Anhalt den eingeschränkten Schulbetrieb wieder aufnehmen, die Grundschulen in Bremen sollen in voller Klassenstärke zurückkehren.

Sachsen hatte bereits Anfang der Woche seine Grundschulen geöffnet, eine Schulpflicht besteht für die rund 145.000 Schüler im Freistaat jedoch nicht. Die Eltern können selbst entscheiden, ob sie ihre Kinder in die Schule schicken. Seit Januar durften zudem in Niedersachsen unter anderen die 279.000 Grundschüler wieder in geteilten Klassen unterrichtet werden.