Das Coronavirus.
Illustration: Imago Images/Science Photo Library

BerlinIn Berlin sind zwei weitere Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Damit steigt die Zahl der Todesopfer insgesamt auf 226, wie die  Senatsgesundheitsverwaltung am Donnerstagabend mitteilte. 80 Neuinfektionen wurden bestätigt. Einen Tag zuvor lag dieser Wert bei 69. Damit steigt die Zahl der Menschen, die sich in der Hauptstadt bislang mit dem Coronavirus infiziert haben, auf 10.542.

9513 Menschen gelten inzwischen als genesen. Im Krankenhaus isoliert und behandelt werden 31 Personen, davon liegen 15 auf der Intensivstation. 

Alle drei Berliner Corona-Ampeln stehen auf Grün. Die Reproduktionszahl, die angibt, wie viele Menschen ein Infizierter im Schnitt ansteckt, liegt bei 0,76.

Höchste Zahl an Neuinfektionen in Deutschland seit April

In Deutschland ist die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus auf den höchsten Wert seit Ende April gestiegen. Innerhalb eines Tages meldeten die Gesundheitsämter 1707 neue Corona-Infektionen. Dies geht aus den Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) vom frühen Donnerstagmorgen hervor. Höher lag die Zahl zuletzt am 26. April mit 1737 registrierten Neuinfektionen. Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Anfang April bei mehr als 6000 gelegen, danach waren die Werte deutlich gesunken. Seit Ende Juli steigt die Zahl der Nachweise wieder an.

Direkte Rückschlüsse auf das Infektionsgeschehen lässt der aktuelle Anstieg der Fallzahlen allerdings nicht zu, da zuletzt auch die Zahl der durchgeführten Tests immens erhöht wurde. Waren es nach RKI-Daten in der Kalenderwoche 31 vom 27. Juli bis 2. August noch rund 578.000 (übermittelt von 165 Laboren), lag die Zahl zwei Wochen später schon bei mehr als 875.000 (übermittelt von 181 Laboren).

Die Werte können sich im Zuge von Nachmeldungen noch verändern, zudem können Mehrfachtestungen einzelner Menschen enthalten sein. In der Woche vom 20. bis 26. April hatte die Zahl der Tests bei rund 364.000 (übermittelt von 178 Laboren) gelegen – also wesentlich niedriger als derzeit. Die Rate positiver Ergebnisse lag damals bei fünf Prozent, derzeit liegt sie bei knapp einem Prozent.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version hatten wir geschrieben, es gebe 100 Neuinfektionen. Diese Zahl hatten wir von der Deutschen Presse-Agentur übernommen. Richtig ist jedoch, dass es nur 80 Neuinfektionen sind. Wir haben den Fehler korrigiert.