DannenrodIm Dannenröder Forst in Hessen hat die Polizei begonnen, Barrikaden zu räumen, die geplante Rodungsarbeiten für den Weiterbau der A49 verhindern sollen. Beamte gingen auch zu einem von mehreren Lagern der Protestierenden im Wald.

Dort blieb die Situation nach Polizeiangaben zunächst friedlich. Am Morgen sollen die Beamten in dem Wald vereinzelt mit Steinen und Pyrotechnik beworfen worden sein, so die Polizei Mittelhessen auf Twitter. Dabei sei aber niemand verletzt worden. Teile des Waldstücks werden seit über einem Jahr von Umwelt- und Klimaschützern besetzt gehalten.

Die Beamten räumten nach offiziellen Angaben größere Hindernisse wie übereinandergestapelte Baumstämme und Äste mit Draht von den Wegen sowie Gegenstände aus dem Lager. Auf Baumhäusern in großer Höhe sowie auf Plattformen hielten sich Demonstranten in dem Lager auf, das sich bis zum Mittag zunehmend mit Menschen füllte. Laut Deutscher Presse-Agentur waren in Bezug auf den Namen des Waldes immer wieder  Rufe wie „Danni bleibt!“ zu hören.

Wald als Protestsymbol

Auch mehrere Tripods – dreibeinige Gestelle aus Stangen oder Stämmen – hatten die Demonstranten demnach in der Nähe errichtet, um einen Weg zu blockieren. Am Dienstag waren mehrere Hundert Beamte aus ganz Deutschland im Einsatz. Es wird erwartet, dass es zu einer Räumung des Waldes kommt, damit die Baumfällarbeiten demnächst starten können.

Die Autobahn soll einmal Nord- und Mittelhessen direkter miteinander verbinden. Insgesamt sollen für den neuen Streckenabschnitt rund 85 Hektar Wald weichen. Im Herrenwald wurde laut der Projektgesellschaft Deges bereits fast die gesamte vorgesehene Fläche von 49 Hektar gerodet. Im Maulbacher Wald waren es dreieinhalb Hektar. Im Dannenröder Forst – der als eine Art Symbol für die Proteste gegen die A49 gilt – sollen 27 Hektar gefällt werden.