Berlin - Ab dem 14. Juni können Geimpfte ihre Eintragungen aus dem gelben Impfpass in eine App übertragen lassen. Derzeit sind bereits mehr als 17 Millionen Menschen in Deutschland vollständig geimpft. Sie alle können den digitalen Impfnachweis beantragen. Damit können sie ihren Impfstatus auf Reisen, in Restaurants, beim Frisör oder im Museum schnell und einfach nachweisen.

„Wir wollten so schnell wie möglich ein Werkzeug entwickeln, mit dem Apotheken sicher und rechtsverbindlich einen Impfnachweis digitalisieren können. Über das wohnortnahe Apothekennetz bringen wir den Impfnachweis am besten zu den Menschen“, sagt Thomas Dittrich, Vorsitzender des Deutschen Apothekerverbandes (DAV). In den ersten Tagen werde die Zahl der Apotheken, die das Angebot machen, „wahrscheinlich noch begrenzt sein“. Dittrich geht aber davon aus, dass „die Zahl der Apotheken sehr schnell im vierstelligen Bereich liegt“.

Ist der digitale Impfpass verpflichtend?

Auf der Webseite www.mein-apothekenmanager.de gibt es bereits eine Übersicht über Apotheken, die kostenfreie Corona-Schnelltests anbieten. In den kommenden Tagen werden Apotheken hinzukommen, die die Impfnachweise ausstellen. Bislang ist das Angebot freiwillig. So heißt es beim Bundesgesundheitsministerium, der digitale Impfnachweis sei lediglich ein „freiwilliges und ergänzendes Angebot“. Wenn Geimpfte keinen digitalen Impfnachweis besitzen oder diesen verloren haben, sei der „Impfnachweis über das bekannte gelbe Heft weiterhin möglich und gültig“.

Die Polizei ist unterdessen in Sorge und warnt vor einer sogenannten Impfpasswäsche. Seit Wochen warnen die Ermittler davor, dass Menschen mit gefälschten Impfpässen die falschen Daten in den digitalen Impfpass übertragen könnten. Wie genau die Apotheken überprüfen sollen, ob ein gelber Impfpass echt ist oder nicht, ist unklar.

Besondere Vorsicht bei Überprüfung der analogen Impfpässe

Das Bundesgesundheitsministerium teilte dazu ausweichend mit, selbstverständlich sei bei der Prüfung der analogen Impfpässe besondere Vorsicht geboten. Dies gelte, wenn der Papierausweis genutzt werde etwa um Geschäfte zu betreten, aber auch wenn die Informationen in einen digitalen Impfpass übertragen werden.