Berlin - Die Bundesregierung streicht am Sonntag weitere beliebte Urlaubsgebiete im Ausland wegen stark sinkender Infektionszahlen von der Corona-Risikoliste. Wer aus Malta oder von der portugiesischen Algarve nach Deutschland einreist, muss dann nicht mehr in Quarantäne. Das gab das Robert-Koch-Institut am Freitag auf seiner Internetseite bekannt. Für die Algarve sind die Auswirkungen aber zunächst gering, weil dort für deutsche Touristen wegen der hohen Infektionszahlen hierzulande ein Einreiseverbot gilt.

Das Nachbarland Polen wird am Sonntag vom Hochinzidenz- zum Risikogebiet heruntergestuft. Damit entfällt die Corona-Testpflicht vor Einreise auf dem Landweg. Es reicht dann wieder, wenn man sich bis zu 48 Stunden nach Einreise testen lässt.

Negativer PCR-Test für Einreise nach Malta notwendig

Die Einstufung als Corona-Risikogebiet erfolgt, wenn die Zahl der Neuinfektionen 50 pro 100.000 Einwohner (7-Tage-Inzidenz) in einer Woche übersteigt. Das gilt derzeit für den größten Teil Europas. Einreisende aus Risikogebieten müssen nach ihrer Ankunft in Deutschland für zehn Tage in Quarantäne, die durch einen negativen Test nach fünf Tagen verkürzt werden kann. Ausgenommen von der Quarantäne sind mit Inkrafttreten einer neuen Verordnung in den nächsten Tagen vollständig Geimpfte und Genesene.

In Europa sind bisher nur wenige klassische Urlaubsgebiete von der Risikoliste gestrichen worden, allen voran Mallorca, aber auch die anderen Balearen-Inseln sowie die Küstenregionen Murcia und Valencia auf dem spanischen Festland. Mit Malta und der Algarve kommen am Sonntag zwei weitere hinzu. Außerdem sind ab dann Albanien, insgesamt drei Regionen in Finnland und Norwegen sowie die britischen Falkland-Inseln vor der argentinischen Küste keine Risikogebiete mehr.

In Malta dürfen deutsche Touristen einreisen, wenn sie bei Einreise einen negativen PCR-Test vorweisen, der nicht älter als 72 Stunden ist. Anders ist es in Portugal: Nicht notwendige, touristische Reisen aus Ländern mit einer 14-Tage-Inzidenz von über 150 werden von der Regierung in Lissabon weiter nicht gestattet. Zu diesen Ländern gehört auch Deutschland, das nach jüngster Mitteilung der EU-Gesundheitsbehörde ECDC einen Wert von gut 327 aufweist.