Am Wochenende kommt es in Berlin zu mehreren Demonstrationen, auch am Brandenburger Tor. Das Bild zeigt eine Fahrrad-Demo vom 18. September 2020.
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BerlinAm Sonnabend ist in Berlin der sogenannte Marsch für das Leben geplant, der sich gegen Abtreibungen richtet. Die Veranstalter rechnen mit rund  5000 Teilnehmern. Beginn der Demo ist um 13 Uhr mit einer Kundgebung am Brandenburger Tor (Platz des 18. März). Anschließend wollen die Demonstranten drei Kilometer durch Berlin laufen. Ein Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung hat bereits Proteste gegen den jährlich stattfindenden Marsch angekündigt. Hier werden etwa 1500 Demonstranten erwartet.

Am Nachmittag beginnt dann eine Fahrrad-Demonstration des ADFC. Treffpunkt ist um 14 Uhr am Potsdamer Platz, der Einstieg ist laut ADFC überall möglich. Nach Angaben der Veranstalter handelt es sich um eine Demonstration für den Fahrradverkehr, die nach dem Versammlungsrecht angemeldet ist. „Wir fahren gemeinsam in gemäßigtem, entspanntem Tempo“, heißt es in der Ankündigung. Die Demonstrationsroute führt auf rund 37 Kilometern um das Berliner Stadtzentrum herum. Die Teilnahme von Skatern an der Kreisfahrt ist laut Veranstalter nicht möglich.

Demos auch in Hamburg, Düsseldorf und Frankfurt

In Hamburg hat für Samstagnachmittag die Gruppe „Querdenken 40“ zu einer Kundgebung aufgerufen, um für die Aufhebung der Coronamaßnahmen zu demonstrieren. 950 Teilnehmer werden erwartet.

Am Abend wollen Linke unter dem Motto „Wer hat, der gibt“ unter anderem durch den Nobelstadtteil Pöseldorf ziehen. Ähnliche Demos sind in Berlin und Hannover geplant.

In Frankfurt am Main steht die Forderung nach Öffnung von Bordellen und anderen Prostitutionsbetrieben in Hessen im Mittelpunkt einer Kundgebung. Anschließend ist eine Demonstration geplant.

Forderung: Evakuierung aller griechischen Flüchtlingslager

Am Sonntag ist in Düsseldorf eine Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen angekündigt. Die Polizei stellt sich auf bis zu 10.000 Teilnehmer ein. In Berlin soll am Sonntag zudem in Zusammenhang mit der aktuellen Flüchtlingspolitik demonstriert werden. Ein Bündnis unter anderem aus Pro Asyl und Seebrücke Berlin fordert nach dem Brand in Moria die Evakuierung aller griechischen Lager. 3000 Demonstranten sind bei der Polizei angemeldet.