Berlin - Berlin hat laut einer Umfrage des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) seit Beginn der Pandemie besonders viel für Radfahrende getan. Das ist ein Ergebnis der Online-Erhebung für den Fahrradklima-Test des ADFC, der am Dienstag in Berlin vorgestellt werden soll. Geplant war, dass Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) die Hauptstadt für ihr Fahrrad-Engagement mit einem Sonderpreis ehrt.

Die knapp 6000 Berliner Teilnehmer der Umfrage gaben an, dass es in der Pandemie handfeste Signale für mehr Fahrradfreundlichkeit gegeben habe – etwa durch verkehrsberuhigte Zonen, Poller gegen Autos oder temporäre Radspuren, sogenannte Pop-up-Streifen. Die Bürger und Bürgerinnen in der Hauptstadt nahmen positiv wahr, dass ihrer Meinung nach in den Medien deutlich mehr über das Fahrrad berichtet wurde – und dass sich Politiker verstärkt für das Thema engagierten.

Der Fahrradklima-Test ist nicht repräsentativ, gilt aber als Stimmungsbarometer. 230.000 Teilnehmer haben dafür im Herbst 2020 die Fahrradfreundlichkeit ihrer Stadt bewertet. Bei den Fragen ging es vor allem um das Sicherheitsgefühl der Radler, um Konflikte mit Fußgängern oder Autofahrern oder um die Qualität von Radwegen.