Lübeck - Laut mehreren Medienberichten hat der Lübecker Unternehmer und Erfinder Winfried Stöcker einen Corona-Impfstoff entwickelt. Der Impfstoff verfügt bisher über keine Zulassung. Dennoch sollen bereits erste Ärzte das Vakzin injiziert haben. Zudem steige die Nachfrage – insbesondere in Sachsen. Der Sächsischen Zeitung zufolge berichtet eine Ärztin von 150 Interessenten für den Impfstoff. Die Medizinerin sagt: „Ich impfe Stöcker, sobald ich welchen habe.“

Die Komponenten für den Impfstoff müssen selbst gemischt werden, der Impfstoff wird nicht fertig geliefert. Die von der Sächsischen Zeitung zitierte Ärztin berichtet, dass sie die einzelnen Stoffe für das Vakzin bei Stöcker ordere und das Vakzin dann selbst zusammenmische. Sie selbst und das Personal in ihrer Praxis hätten den Impfstoff bereits verabreicht bekommen. 

Stöcker schreibt zur Begründung seines Vorgehens auf seiner Webseite: „Jeder Arzt kann in Deutschland ein Antigen mit einem Adjuvans zusammenmischen (erst jetzt ist es ein Impfstoff) und seinen Patienten legal verabreichen.“ Doch den Lübecker Nachrichten zufolge ermitteln offenbar Staatsanwaltschaft und das Landeskriminalamt gegen Stöcker. Laut der Sächsischen Zeitung hat ein erster Patient öffentlich erklärt, dass er den Impfstoff verabreicht bekommen habe. Diese Handlung dürfte die Ermittler auf den Plan gerufen haben. Nach Stöckers Angaben wurde das Vakzin bereits mehr als hundert Menschen injiziert.