Die Politik soll über eine Ausgangssperre für Ungeimpfte nachdenken. Das fordert Martina Wenker, die Präsidentin der Ärztekammer Niedersachsen. Grund für die Forderung ist die Entwicklung der Corona-Pandemie und die Lage der Kliniken in Bundesländern wie Bayern oder Sachsen. Es gebe nur noch „mit maximaler Konsequenz“ die Chance, eine Situation wie in den Krankenhäusern Bayerns oder Sachsens zu verhindern, sagte Wenker der  Nordwest-Zeitung. Wenker weiter: „Das Virus verzeiht nicht den kleinsten Fehler!“

In einigen Corona-Hotspots gibt es bereits Ausgangsbeschränkungen für ungeimpfte Menschen. In Sachsen etwa dürfen Ungeimpfte zwischen 22 und 6 Uhr ihre Wohnung nicht mehr ohne triftigen Grund verlassen, wenn im jeweiligen Landkreis die Wocheninzidenz über 1000 liegt.

In anderen Bundesländern greift die Ausgangssperre bereits. In den Landkreisen Schwarzwald-Baar-Kreis, im Ostalbkreis und im Landkreis Biberach in Baden-Württemberg etwa dürfen Ungeimpfte bereits seit Montag ihre Wohnungen zwischen 21 Uhr und 5 Uhr nur noch aus triftigem Grund verlassen.