Wien - Ein AfD-Aktivist hat in der österreichischen KZ-Gedenkstätte Mauthausen Corona-Impfstoffe mit dem Giftstoff Zyklon B verglichen, der in der NS-Zeit zur Massentötung von KZ-Häftlingen eingesetzt wurde. Die österreichische Polizei habe Ermittlungen gegen das aus Bayern stammende AfD-Mitglied eingeleitet, sagte ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur AFP am Montag. Laut einem Bericht der Bild-Zeitung handelt es sich bei dem Mann um den AfD-Aktivisten Stefan Bauer.

Leitung der KZ-Gedenkstätte meldete das Video den Behörden

Der Mann hatte nach Polizeiangaben am Sonnabend in der KZ-Gedenkstätte in Österreich ein Video gedreht und darin die Impfstoffe von Astrazeneca und Pfizer/Biontech mit Zyklon B verglichen. Er sagte zudem, er hoffe nicht, „dass irgendjemand vorhat, hier wieder Konzentrationsläger (sic) einzurichten, auch nicht für Leute, die die Impfung verweigern oder die sich nicht testen lassen wollen“.

Die Leitung der Gedenkstätte meldete das Video nach eigenen Angaben den österreichischen Behörden. „Meinungsfreiheit hört dort auf, wo die Verbrechen des Nationalsozialismus verharmlost und historisch unhaltbare Vergleiche zum NS-Terrorregime gezogen werden“, teilte die Leitung mit. „Diesen Missbrauch des Ortes lehnen wir entschieden ab.“