Berlin - Die Fraktionschefin der AfD, Alice Weidel, hat angekündigt, dass ihre Partei gegen die 2G-Regel klagen wolle. In einem Interview mit dem Nachrichtenportal T-Online sagte Weidel: „Wir werden in jedem Fall gegen jegliche Diskriminierung von Ungeimpften vorgehen. Es darf nicht sein, dass gesunde Menschen in ihren Grundrechten unnötig eingeschränkt werden.“

Auf die Forderung des  Weltärztepräsidenten, Frank Ulrich Montgomery, entgegnete Weidel: „Die 2G-Regel ist nichts anderes als die Grundlage für den kommenden Lockdown für Ungeimpfte. Gesunde, nicht geimpfte Bürger müssen mit Entbehrungen und Mehrkosten rechnen und sehen sich so faktisch einem Impfzwang ausgesetzt. Sie werden ausgeschlossen von der Teilhabe am öffentlichen Leben und somit degradiert zu Bürgern zweiter Klasse.“ Die Impfung biete weder absoluten Schutz vor einer Infektion noch vor einer Weitergabe des Virus, so die AfD-Spitzenkandidatin weiter.

Auch Brandenburg erwägt 2G-Regel

Gemäß der 2G-Regel dürfen nur Geimpfte und Genesene an bestimmten öffentlichen Veranstaltungen teilnehmen. In Hamburg gilt die Vorgabe bereits, Baden- Württemberg folgt am Montag. Auch Brandenburg erwägt einem Medienbericht zufolge die flächendeckende Einführung der 2G-Regel, die Ungeimpfte ausschließt – selbst mit negativem Corona-Test. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller hält die 2G-Regel in der Hauptstadt für derzeit nicht umsetzbar. 

Alice Weidel ist selbst nicht geimpft. In dem Gespräch mit T-Online sagte sie, dass sie die Nebenwirkung einer Impfung als Risiko für ihre Gesundheit betrachte, die möglichweise schlimmer sei als eine Covid-19-Erkankung. Sie habe dies für sich abgewogen.