Berlin - Das Portal Airbnb stellt vorübergehend kostenlose Unterkünfte für rund 20.000 afghanische Geflüchtete zur Verfügung. Die Situation der afghanischen Flüchtlinge in den USA und anderswo in der Welt sei „eine der größten humanitären Krisen“ dieser Zeit, erklärte Airbnb-Chef Brian Chesky am Dienstag. Das Unternehmen fühle sich verantwortlich, mitzuhelfen.

Finanziert wird das Angebot demnach von der Airbnb-Führung selbst sowie durch Spenden. Airbnb werde für das Angebot bezahlen, dieses komme aber nur durch die „Großzügigkeit“ der Gastgeberinnen und Gastgeber zustande, erklärte Chesky weiter. Im Portal Twitter bat er Interessierte, sich über die Plattform zu melden, wenn sie einer afghanischen Familie Unterschlupf anbieten möchten.

Das Übernachtungsportal bietet seinen Gastgebern bereits seit 2012 die Möglichkeit, ihre Unterkünfte für einen guten Zweck vorübergehend umsonst anzubieten, etwa bei Naturkatastrophen oder der Flucht aus Konfliktgebieten. Nach Angaben der US-Regierung flüchteten seit der Machtübernahme der Taliban bereits rund 50.000 ausländische und afghanische Bürgerinnen und Bürger über den Flughafen von Kabul aus Afghanistan.