Die App von Airbnb wird auf einem Smartphone angezeigt.
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BerlinDer Ferienwohnungs-Anbieter Airbnb führt weltweit Obergrenzen für die Belegung von Ferienhäusern ein. Künftig dürfen sich nicht mehr als 16 Personen in einer Unterkunft aufhalten, teilte Airbnb am Donnerstag mit

Zudem sind Partys in den Unterkünften ab sofort verboten. „Dieses Partyverbot gilt für alle zukünftigen Buchungen bei Airbnb und bleibt auf unbestimmte Zeit in Kraft“, hieß es. „Die Einführung eines weltweiten Verbots von Partys und Veranstaltungen ist im Interesse der öffentlichen Gesundheit.“ Wer gegen die Regeln verstößt, kann laut Airbnb von der Plattform verbannt und verklagt werden.

Bereits jetzt seien Partys in 73 Prozent der über Airbnb vermittelten Wohnungen und Häuser in den Hausregeln verboten, erklärte das Unternehmen. „Die meisten unserer Gäste benehmen sich und respektieren die Hausregeln.“ Kleinere Partys wie Geburtstagsfeiern seien „traditionell“ aber erlaubt gewesen, wenn der Gastgeber dies duldete.

Airbnb betonte, mit Ausbreitung der Corona-Pandemie sei bereits viel geändert worden: Die Suchfilter „event-friendly“ (für Veranstaltungen geeignet) und „parties and events allowed“ (Partys und Veranstaltungen erlaubt) seien gestrichen worden. Die Nutzer seien aufgerufen worden, die jeweiligen coronabedingten Regeln zu beachten – so auch strikte Versammlungsverbote.

Einige Nutzer hätten ihre Party-Aktivitäten aus Bars und Diskotheken in Airbnb-Unterkünfte verlegt. „Wir finden ein solches Benehmen unglaublich unverantwortlich“, erklärte das Unternehmen, und jeder, der sich so verhalte oder das erlaube, „gehört nicht auf unsere Plattform.“

In Großbritannien, Frankreich und Spanien dürfen Menschen unter 25 Jahren seit Mitte August nur noch unter bestimmten Bedingungen Häuser in der Nähe ihres Wohnorts buchen. Konkret betroffen von der Einschränkung sind junge Nutzer, die weniger als drei positive Bewertungen anderer Nutzer auf der Plattform erhalten haben. Für Nutzer mit mindestens drei positiven Kritiken und keiner negativen Bewertung sowie für Kunden mit langfristigen Buchungsplänen gibt es demnach keine Beschränkungen. Alle Nutzer können zudem auch weiterhin einzelne Zimmer und Hotelzimmer buchen.

Airbnb will mit dem Schritt nach eigenen Angaben örtliche Gemeinden schützen und es zugleich jungen Menschen ermöglichen, außerhalb ihres Wohnorts eine Unterkunft zu buchen. Der teilweise Ausschluss von unter 25-Jährigen war zuvor bereits in den USA und Kanada getestet worden. (mit AFP)